Sicherlich der populärste Berglauf des Jahres in Österreich
“Wir haben immer mehr etwa gleich starke Läufer, die zwischen 1:45 und 2:15 Stunden den Berg bewältigen, heuer wurde daher erstmals in drei Wellen, mit jeweils zehn Minuten Abstand, gestartet”, so Heide Pichler, die gemeinsam mit Claudia Reibnegger für die Organisation verantwortlich ist.

Die Läufer müssen von Heiligenblut bis zum Pasterze-Gletscher 12,7 Kilometer samt 1.500 Höhenmeter bewältigen. Kein Wunder, dass am frühen Morgen eine mächtige Adrenalinwolke über dem Talboden von Heiligenblut schwebte. Ehrfürchtig richteten sich die Blicke der aufwärmenden Athleten immer wieder Richtung Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. Die Nervosität war greifbar. Eine Nervosität, die erst mit dem Startschuss wich. Der Kampf gegen den Berg konnte beginnen.
Schritt um Schritt- wo die Luft mit jedem Schritt dünner wird. Höhenmeter um Höhenmeter ging es dem Ziel auf 2370 Meter Höhe entgegen. Durch Wälder über Almen und Felsen, vorbei an Wasserfällen und dem Margaritzen-Stausee und über die Pasterze, dem mächtigsten Gletscher des Landes.
Bei den Damen siegte die Neuseeländerin Anna Frost. Sie holte sich bei ihrem ersten Berglauf in Heiligenblut den Titel der “Glocknerkönigin” mit einer Laufzeit von 1:27:59. Platz 2 errang die Österreicherin Michaela Zwerger mit 1:35:55, gefolgt von Margit Egelseder (AUT) mit einer Laufzeit von 1:36:18.
Den vierten Platz holte sich die Österreicherin Carina Lilge-Leutner mit 1:38:28, Platz 5 belegte Anna Pichrtova mit 1:39:46, die den Grossglockner Berglauf bereits fünf Mal als Siegerin und bei der EM 2005 als Zweitplatzierte bewältigt hatte.
Den Sieg der Herren holte sich mit einer Zeit von 1:10:03 erstmals der Kenianer Isaak Toroitich Kosgei, der Vorjahressieger Geoffrey-Gikuni Ndungu errang diesmal mit 1:10:21 den zweiten Platz.
Der Neuseeländer Jonathan Wyatt – bereits sechsfacher Sieger auf dieser Strecke und im Vorjahr Zweitplatzierter – belegte den dritten Platz mit 1:10:33.
Der vierte Platz ging mit 1:11:19, wie schon 2009, an David Schneider (SUI). Den fünften Platz belegte Elvis Kipruto Maiyo (Kenia) mit einer Laufzeit von 1:13:31. Der schnellste Österreicher, Markus Hohenwarter, kam mit 1:16:23 auf Platz 10.
Insgesamt gewannen 905 Läufer aus 33 Nationen den Kampf gegen den Glossglockner.
Längerfristiges Ziel ist es, die Veranstaltung mit einer Berglauf-Weltmeisterschaft zu adeln. “Vielleicht geht sich eine WM zum 15-Jahr-Jubiläum aus”, hofft Landessportreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
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Ergebnisliste zum Großglocknerlauf 2010